Die innerdeutschen Gespräche der letzten Woche über die Ausfüllung des Berlin-Abkommens der Vier Mächte verliefen nach Angaben aus Bonner Regierungskreisen äußerst zähflüssig. Weder das zweitägige Gespräch zwischen den Staatssekretären Bahr und Kohl in Bonn noch die Verhandlungen zwischen Senatsdirektor Müller und DDR-Staatssekretär Kohrt am Mittwoch in Ostberlin sollen nennenswerte Fortschritte gebracht haben.

Regierungssprecher von Wechmar sagte dazu, das Gespräch zwischen Bahr und Kohl befinde sich gegenwärtig in einer derartig schwierigen Phase, daß mit einem schnellen Abschluß kaum noch zu rechnen sei. Regierungskreise vertreten die Ansicht, eine Übereinkunft sei frühestens im Januar oder Februar zu erreichen.

Zwei Punkte bereiten nach wie vor besondere Schwierigkeiten: Einmal versucht Ostberlin, den Senat von Westberlin zu eigenen Verhandlungen über den Verkehr von und nach Beerlin zu zwingen. Solche Verkehrsverhandlungen aber sind allein Sache Bonns. Zum anderen will die DDR möglichst viele Kontrollrechte beim Transitverkehr erreichen. Bonn besteht aber auf dem Text der Botschafter, in dem von einer "bevorzugten Abfertigung" die Rede ist.