In nur elftätigen Verhandlungen haben die Sowjetunion und die USA in Moskau eine Übereinkunft erzielt, um zukünftig Kollisionen ihrer Kriegsschiffe zu verhindern. Seit 1945 haben sich über 100 Zusammenstöße oder Zwischenfälle ereignet, wenn Schiffe beider Länder einander zu nahe kamen um Manöver oder Ausrüstungen zu beobachten.

US-Staatssekretär Warner, Leiter der zehnköpfigen Delegation, gab keine Einzelheiten bekannt. Man habe aber zügig und geschäftsmäßig verhandelt und dabei auch andere Themen angeschnitten, an die vorher nicht gedacht worden sei. Beide Seiten gingen von den für Schiffen auf hoher See gültigen Regeln aus und suchten nach weiteren Sonderregelungen, wie sie für operierende Kriegsschiffe und -flugzeuge erforderlich sind. Die Freiheit der Flotten, auf hoher See ungehindert zu manöverieren – also auch die Möglichkeit, den Gegner zu beobachten – wurde ausdrücklich anerkannt.

Die ausgehandelten Maßnahmen werden jetzt von den Regierungen geprüft, die dann entscheiden, ob eine weitere Besprechungsrunde notwendig ist.