Irland

Das neue Jahr begann in Irland, wie das alte geendet hatte: mit einem Bombenanschlag. In Belfast wurden bei der schwersten Explosion seit Beginn des Bürgerkrieges 20 Menschen verletzt. In einem Auto, daß vor einem Hotel und nahe einem Kino parkte, waren 50 Kilogramm Sprengstoff explodiert. In dem Kino, das stark beschädigt wurde, befanden sich 300 Kinder. Kurz vor dem Jahreswechsel war der 43. englische Soldat im Jahre 1971 erschossen worden. Die englischen Soldaten antworteten mit Razzien, bei denen mehr als hundert Personen, darunter vier Führer der Untergrundarmee IRA, festgenommen wurden.

Naher Osten

Die Vereinigten Staaten haben beschlossen, 40 Phantom-Jagdbomber und 86 Skyhawks an Israel zu liefern. Das bestätigte Präsident Nixon in einem Fernsehinterview. Einen Zeitpunkt für die Lieferungen nannte er allerdings nicht. Amerikanischen Presseberichten zufolge soll Israel als Gegenleistung für die Phantomlieferungen zu einem begrenzten Abzug seiner Truppen von der Suezkanalfront bereit sein.

Kairo hat Washington vor neuen Waffenlieferungen an Israel gewarnt. Damit werde Israel nur zu neuen Aggressionen ermutigt. Der ägyptische Staatspräsident Sadat und sein Außenminister Riad haben zum Jahreswechsel noch einmal betont, daß allein ein Krieg eine Lösung im Nahen Osten bringen könne. Das Jahresende, von Sadat zunächst als letzte Frist für eine politische Lösung genannt, verlief jedoch friedlich.

Die Sowjetunion soll Ägypten gewarnt haben, sie werde zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine militärischen Aktionen unterstützen. Politische Beobachter rechnen jetzt mit einer neuen Friedensmission des UN-Beauftragten Jarring.

Südkorea