Bei den Parlamentswahlen in Finnland haben am Wochenende die Sozialdemokraten und die Kommunisten Stimmengewinne erzielt. Die bürgerlichen Parteien büßten zwar Sitze ein, behaupteten jedoch nach dem vorläufigen Endergebnis mit 108 von insgesamt 200 Sitzen die Mehrheit.

Die von Staatspräsident Kekkonen gewünschte klare Entscheidung ist damit nicht getroffen worden. Der Präsident hatte das Parlament im Oktober vorzeitig aufgelöst, nachdem die bis dahin regierende Koalitionsregierung aus Zentrum, Sozialdemokraten, Schwedischer Volkspartei und Liberalen – die Kommunisten waren schon früher ausgeschieden – zerbrochen war. Im Mittelpunkt des Wahlkampfes standen wirtschaftliche Fragen. Die enge politische Bindung Finnlands an Moskau wurde von keiner der großen Parteien in Frage gestellt.

Das vorläufige Endergebnis der Wahlen ergibt folgende Sitzverteilung:

Sozialdemokraten: 55 Sitze (+3);

Nationale Sammlungspartei: 34 (–3);

Liberale Partei: 7 Sitze (–1);

Zentrumspartei: 36 Sitze (unverändert);