Aus Sommerprogrammen der Reiseveranstalter

Die Kaufhof-Reisen haben mit ihrem Sommerprogramm 1972 einen ersten Schritt zur Verbesserung der Reise-Haftung getan. "Kaufhof-Reisen", so heißt es jetzt in den Reisebedingungen, "haftet für die Richtigkeit der Beschreibung aller im Prospekt angebotenen Reisedienstleistungen." Das ist zu begrüßen.

Von den Einzelprospekten für jedes Zielland kam man wieder ab, auf 180 Seiten wird das Gesamtangebot vorgestellt: 270 000 Urlaubsplätze in 622 Hotels in 195 Urlaubsorten in 24 Ländern; Reisen mit dem Flugzeug, mit Bahn und Auto – und zur See.

Schwerpunkt des Sommerprogramms sind Flugreisen, verständlich, denn die preiswerten Charterflüge kann kein Tourist (im Gegensatz zu Bahn- oder Autoreisen) auf eigene Rechnung unterbieten. Neue Ziele im Kaufhofprogramm sind: Israel, der Libanon, die Insel Menorca, Mangalia-Saturn in Rumänien, Druschba und Goldstrand in Bulgarien. Erstmals stechen Kaufhof-Urlauber in See: zum Beispiel mit der "Regina Magna", der ehemaligen "Bremen", zu einer Nordland-Kreuzfahrt.

Der Kaufhof hält viel von seinen Kinder- und Familienermäßigungen. In 113 Hotels ist in der Tat der Aufenthalt für Kinder von zwei bis sechs Jahren zu bestimmten Reisezeiten völlig kostenlos, wenn das Kind im Zimmer der Eltern schläft. Weitere 63 Hotels sind besonders kinderfreundlich: Kinder von zwei bis zwölf Jahren erhalten dort 40 bis 50 Prozent Ermäßigung, allerdings nur bei Unterbringung im Zimmer der Eltern. Eine Einschränkung, die überall gang und gäbe, aber sicher nicht sehr sinnvoll ist.

Auch der Kaufhof hat seine spanischen Hoteliers auf ein Spezialfrühstück getrimmt: ohne zusätzliche Kosten bieten einige von ihnen zwei Scheiben Wurst und Käse, ein Ei und Butter extra.

Urlaub mit dem eigenen Auto können Kaufhof-Touristen in Deutschland, Österreich, Jugoslawien, Spanien, der Tschechoslowakei und in Norwegen verbringen.

Mit einem zentralen Urlaubscomputer will das Kölner Reiseunternehmen an der Urlaubsfront die konzentrierte Buchungsschlacht im Frühjahr für sich gewinnen. In 36 Kaufhof- und Hertie-Großstadtreisebüros stehen "Terminals", die durch Datenfernleitungen mit dem Computer verbunden sind. In 40 Sekunden kann dem Kunden die gewünschte Reise bestätigt werden. Ist die Reise bereits ausgebucht, schlägt der Computer Ersatz vor. Nur die Reise muß der Kunde noch selbst unternehmen. -ft