Bernd Koberling: „Landschaft“

Hervorragend;

„Herzflimmern“, von Louis Malle.

Im Fernsehen: „Der unsichtbare Dritte“ (USA 1958), von Alfred Hitchcock (ZDF 7. Februar). Hitchcock erzählte François Truffaut, während der Dreharbeiten zu „North by Northwest“ habe Cary Grant geklagt, auch nach dem ersten Drittel noch keine Ahnung zu haben, worum es überhaupt gehe. Das ist genau der Effekt, den der Film macht: Es ist praktisch unmöglich, ihn zu erzählen oder sich an alle Details zu erinnern. Mit einer geballten Ladung an Tricks und Täuschungen wird der unfreiwillige „Agent“ Thornill ebensooft in die Irre geführt wie der Zuschauer, alles ist zweifelhaft, die Lehre ist Skepsis. Dabei gibt es eine Szene (am Highway), in der sieben Minuten lang nichts passiert – außer Suspense. PWJ

„Ärger im Paradies“ (USA 1932), von Ernst Lubitsch (Hessen III 4. Februar). „Die Hoffnung“ (Frankreich 1938), von André Malraux (Südwest III 5. Februar). W.C.Fields Retrospektive im NDR: „The Fatal Glas of Beer“ (USA 1930), von Clyde Bruckman, und „You can’t cheat an Honest Man“ (USA 1939), von George Marshall (Nord III 6. Februar). „Die Puppe“ (Deutschland 1919), von Ernst Lubitsch, und „Der Stolz der Firma“ (Deutschland 1914), von Carl Wilhelm (Bayern III 6. Februar). „Julia und die Geister“ (Italien 1965), von Federico Fellini (Bayern III 9. Februar).

Sehenswert:

„Missouri“, von Blake Edwards. Wie in seinem Weltkrieg-I-Musical „Darling Lili“ zelebriert Blake Edwards in Bildern voller Nostalgie den traurigen Untergang ritterlicher Attitüden. Die Geschichte von zwei Cowboys, die zu Bankräubern werden, geriet zur bitteren Parabel über den Zerfall amerikanischer Tugenden „The Wild Rovers ist ein stiller schöner Film, voll von disparaten Stimmungen. Perfekt hält Edwards die Balance zwischen drastischem Humor und der tragischen Zwangsläufigkeit, mit der seine Helden scheitern; HCB