Chronik der laufenden Ereignisse im Wahlkampf von Baden-Württemberg (verfälscht, unvollständig, teils authentisch, teils erfunden, teils aus dem Zusammenhang gerissen, winzige, sinnentstellende Bruchstücke, dazu Streichungen und Zusätze):

1. Die letzte Runde im Wahlkampf von Baden-Württemberg beginnt mit dem Besuch der Herren Barzel, Schröder und Stücklen. bei den Her-Ten Brandt, Ehmke und Scheel. Brandt ist auf alles gefaßt, auch darauf, daß ihn Barzel beim Portepee faßt, um dort die Geheimprotokolle zu suchen. Aber er ist nicht darauf gefaßt, daß Barzel in seine eigene Jackentasche greift, dort ein Schriftstück herausholt und es ihm unter die Nase hält. „Aber das sind doch die Geheim...“, ruft Scheel, doch dann sieht er, wie Ehmke einen Finger an die Lippen legt. Scheel erklärt, er habe geahnt, daß Barzel noch was im Ärmel habe. Ehmke erklärt hemdsärmelig, diese Regierung lasse sich nicht unter den Rock sehen. Stücklen prophezeit der Regierung, sie werde bald ohne Hosen dastehen. Ehmke zieht sein Jackett aus und erklärt, diese Regierung habe nichts zu verbergen.

2. Ein Regierungssprecher weist darauf hin, daß es sich nicht um Geheimprotokolle, sondern um geheime Aufzeichnungen handele. Ahlers weist in diesem Zusammenhang auf die verdächtig vielen Tippfehler hin und fordert die Opposition auf, endlich die Karten auf den Tisch zu legen. Dabei verweist er auf den dichterischen Gehalt des Machwerks, worauf sich Kraske nach dem Wahrheitsgehalt des Schriftstücks erkundigt.

3. Ahlers erklärt, die Regierung fühle sich durch die Veröffentlichung seltsam berührt. Käte Strobel fühlt sich nicht seltsam berührt, und Scheel will überhaupt nichts gespürt haben.

4. 347 baden-württembergische Spaziergänger treten aus ihrer Reserve heraus in die Öffentlichkeit und fordern zur Wahl der CDU auf. Diesem Schritt schließen sich 87 Bergbauingenieure an.

5. Die Berliner CDU verwahrt sich gegen den angeblichen Vergleich Bahrs von Berlin mit Liechtenstein. Liechtenstein verwahrt sich durch den Schweizer Botschafter in Bonn gegen Bahrs angeblichen Vergleich von Liechtenstein mit Berlin und bittet die Bundesregierung um eine Stellungnahme. Die Bundesregierung befindet sich in Sindelfingen, Tailfingen und Kirchheim-Teck und ist darum nicht zu sprechen.

6. Mehrere Verleger wittern in den Geheimprotokollen einen Bestseller und bereiten die Herausgabe eines Jacken-Taschenbuchs vor.