Der Versuch, eine Darstellung der drittgrößten deutschen Partei „feuilletonistisch“ auf sechs Argumente dagegen und sechs Argumente dafür zu reduzieren, hat seinen Sinn dort, wo er nicht allein steht; wo es in der Nachbarschaft über diese Partei und ihre Konkurrenten auch anderes, Ausführlicheres zu lesen gibt. Eine Auswahl aus der Fülle der möglichen Argumente von rechts und links wird hier insofern getroffen, als es sich um die Argumente der im weitesten Sinne Liberalen handelt, denen „Kultur“ wichtig ist und die die derzeitige Bonner Regierungskoalition gewollt haben.

CONTRA:

1. Die FDP kann weniger eigene Programme verwirklichen als die Programme der beiden großen Parteien verwässern. Sie kann nicht Initiator sein, sondern immer nur Bremser.

2. Klare Parteipolitik wird durch einen kleinen Partner mit unverhältnismäßig großem Einfluß verfälscht.

3. Bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg wären Stimmen für die FDP verlorene Stimmen.

4. Bei der FDP weiß man nie, woran man ist.

5. Wer die SPD/FDP-Regierung will, tut besser daran, gleich SPD zu wählen.