Hervorragend:

„Der Händler der vier Jahreszeiten“, von Rainer Werner Fassbinder. „Uhrwerk Orange“, von Stanley Kubrick.

Im Fernsehen: „Ganga Zumba“ (Brasilien 1963), von Carlos Diegues (Hessen III 21. April), erscheint auf den ersten Blick als eher unterkühlter Historienfilm mit idyllischen Passagen. Im Zusammenhang des Cinema Novo ist der Film über eine Sklavenrevolte Mitte des 17. Jahrhunderts für die Unterdrückten Brasiliens jedoch ein Hinweis auf die Tradition ihrer eigenen Rebellion gewesen. Gewesen – denn das Cinema Novo und sein einst so hoffnungsvolles Publikum sind inzwischen selbst schon Historie geworden.

„Rebellion“ (Japan 1968), von Masaki Kobayashi (Südwest III 22. April).

Sehenswert:

„Frustration“, von José Benazeraf. „Das Unheil“, von Peter Fleischmann. „Wer Gewalt sät...“, von Sam Peckinpah.

Im Fernsehen: „Die Clowns“ (Italien 1970), von Federico Fellini (ZDF 26. April). Es gibt Kritiker, die an Fellinis neuestem Film „Roma“ kein gutes Haar lassen – und das mit Gründen. Denn die Besessenheit, mit der Fellini seit „8 1/2“ sich selbst und die Welt in bezug auf Fellini zum Thema seiner Filme gemacht hat, wird nicht gedeckt durch ein Format, das Godard einzubringen in der Lage war. „Die Clowns“ sind mehr Dokumentation als Spielfilm und wissen nicht, ob sie anderes als nur Reminiszenz sein wollen. Fellini reist zu der aussterbenden Rasse, redet mit den Memoirenrednern – und trauert der eigenen Vergänglichkeit als Künstler nach. Ein eher trauriger als bitterer Film.