Seminare für Weinkenner oder für solche, die es noch werden wollen, beginnen Ende April in verschiedenen Rheingauorten. Insgesamt gibt es acht Ferienseminare für „Anfänger“, das letzte Mitte Oktober. Fünf Kurse sind für „Fortgeschrittene“ vorgesehen und drei weitere, sogenannte Schlußseminare, für jene, die es genau wissen wollen. Alle Kurse dauern fünf Tage, von montags bis freitags. Zum Abschluß zelebrieren Lehrer und Zöglinge im Kloster Eberbach eine festliche Weinprobe; dabei wird den Schülern eine Urkunde verliehen. Die Kosten für das Seminar betragen 120 Mark für Fachvorträge, Besichtigungen, Bus- und Dampferfahrten. Unterkunft besorgt und Auskunft erteilt: das „Rheingauer Weinseminar“, 622 Rüdesheim, Rheinstraße 5.

Edelstein-Schleifen bietet Idar-Oberstein als neues Ferienhobby an. In der „Stadt der Edelsteine und des Schmuckes“ wurde am 1. April eine „Hobby-Schleiferei“ eröffnet. Freizeit-Mineralogen können dort selbst gesammelte Edelsteine zu Schmuckstücken, Aschenbechern oder Briefbeschwerern schleifen. Ein Fachmann erklärt dem Liebhaber, wie man Steine teilt, wie man sie „ebouchiert“, schleift und schließlich poliert. Und damit die wertvollen Sammelstücke nicht bei den ersten Versuchen zu Bruch gehen, gibt es für die Anfänger kostenlos „Übungssteine“. Der Unterricht wird von Spezialisten erteilt und kostet pro Stunde 25 Mark. Das Städtische Verkehrsamt, 658 Idar-Oberstein, Bahnhofstraße 13, Telephon (0 67 81) 2 50 41 plant zweiwöchige „Schleifseminare“ als Pauschalangebote.

Odenwaldwanderer können in zehn Feriengemeinden – Amorbach, Buchen, Großheubach, Hardheim, Hettigenbeuern, Höpfingen, Rippberg, Schneeberg, Walldürn und Weilbach – günstige Pauschalarrangements buchen. Die Preise von 83 bis 111 Mark gelten für sieben Tage Aufenthalt mit Halbpension in „guten Privatzimmern“; eine warme Mahlzeit gibt es in „gut geführten Gaststätten“. Zusätzlich spenden die einzelnen Gemeinden, je nach den örtlichen Einrichtungen noch „besondere Leistungen“. Zum Beispiel wirbt Rippberg mit einer Odenwald-Rundfahrt, einem Freispiel auf dem Mini-Golfplatz, kostenloser „Bücherausleihe“ und Benutzung der Kneipptretanlage sowie der Teilnahme an einem „Gästeabend“. Prospekte über dieses Angebot verschickt die Fremdenverkehrsgemeinschaft Fränkischer Odenwald zwischen Neckar und Main, 6967 Buchen, Abt-Kinbacher-Straße 1, Telephon (0 62 81) 6 16.

Fünf Weser-Kreuzfahrten durch ein „Land verträumter Romantik“ werden von Anfang Mai bis Mitte September von der Oberweser Dampfschiffahrt GmbH angeboten. Dabei können die Weser-Fans zwischen einer Linienfahrt auf der Oberweser (ab 33 Mark) – die Talfahrt dauert einen Tag, die Bergfahrt zwei Tage – und einer „Zwei-Wochen-Kreuzfahrt durchs Weserbergland“ (rund 800 Mark) wählen. Neben diesem Kreuzfahrt-Angebot nennt der Prospekt „Weserbergland 1972“ des Landesverkehrsverbandes Weserbergland-Mittelweser e. V., 325 Hameln, Falkestraße 2, Telephon (0 51 51) 2 45 66, zahlreiche weitere Möglichkeiten für den Urlaub in 23 Ferienorten.

Billiger nach Berlin fliegen können Jugendliche und „Senioren“ vom 1. Mai an. An diesem Tag treten für die drei im Berlin-Verkehr fliegenden Gesellschaften, Pan Am, BEA und Air France (im Gemeinschaftsdienst mit der BEA, neue Tarifbestimmungen in Kraft. Danach dürfen die Gesellschaften Jugendlichen im Alter von zwölf bis 21 Jahren sowie Senioren, die über 65 Jahre alt sind, auf den Hin- und Rückflugpreis 25 Prozent Rabatt einräumen. Während diese Vergünstigung für die jungen Leute an allen Wochentagen gültig ist, dürfen. Senioren nur in der Zeit von Dienstag bis Donnerstag billig jetten; eine Ausnahme: vom 13. bis 28. Mai, also zur Pfingstzeit, müssen normale Flugpreise bezahlt werden. Die ermäßigten Hin- und Rückflugpreise sind: Frankfurt 117 Mark, Köln und Bonn 127 Mark, Nürnberg 102 Mark, Düsseldorf 127 Mark, München 137 Mark, Stuttgart 140 Mark, Saarbrücken 200 Mark und Hamburg 69 Mark (für die Route Hannover–Berlin gibt es keinen Rabatt).

Mit alten Preisen werben Konstanz am Bodensee und Travemünde um neue Urlauber. In Konstanz sind die Kosten für die Einzelpauschale gegenüber dem Vorsommer unverändert geblieben. Eine Woche kostet zwischen 45,50 (Übernachtung und Frühstück in Privatzimmern) und 147 Mark („in ausgesuchten Hotels“); außerdem bekommen die Konstanz-Besucher eine „Gästekarte“, die Ermäßigungen bei einigen Freizeitvergnügungen bietet. In Travemünde wurde man sogar billiger. Dort kosten Sommerferien soviel wie 1969: Eine Woche ab 95,20 Mark; ein Mittagessen gibt es schon ab 2,65 Mark (ein Fischgericht und Suppe). Auskunft: Städtisches Verkehrsamt, 7750 Konstanz, Bahnhofsplatz 6, Telephon (0 75 31) 2 60 61 und Kurverwaltung Travemünde, Telephon (0 45 02) 8 43 45. U. S.