Hervorragend:

„Uhrwerk Orange“, von Stanley Kubrick.

Im Fernsehen: „Familienfeiern“ (Japan 1971), von Nagisa Oshima (ARD 10. Mai). Mit der Geschichte einer Familie schildert Oshima zugleich die Nachkriegsgeschichte Japans und das japanische Thema schlechthin: den vergeblichen Kampf zeitgemäßer Forderungen und Ansprüche gegen die Tyrannei erstarrter Formen, Sitten und Strukturen. Der leidenschaftliche Zusammenprall von Tradition und Gegenwart wird bis zur makabren Entmythisierung verzerrt, in einem Film, der unter seiner ritualisierten Schönheit zu explodieren scheint. WD

„Greed“ (USA 1924), von Erich von Stroheim (Bayern III 7. Mai). Zu sehen ist die skandalöseste Ruine der Filmgeschichte. Von den 47 Rollen, de der Film einst umfaßte und die Stroheim schon selbst auf 18 zusammengekürzt hatte, ließ der Produzent Thalberg den sonst unbekannten June Mathis eine 8-Rollen-Fassung herstellen, bei deren Besichtigung Stroheim geweint haben soll. Auch der Torso läßt indes noch das Vorbild des naturalistischen Romans erkennen: steile Besitzgier und totaler Verfall, Haß und Mord in Bildern, deren fast pathologische Genauigkeit bis heute unübertroffen ist. PWJ

„Die Rechnung ging nicht auf“ (USA, 1956), von Stanley Kubrick (West III 5. Mai). „Sein oder Nichtsein“ (USA 1942), von Ernst Lubitsch (Hessen III 5. Mai). „Das Salz der Erde“ (USA .953), von Herbert J. Bibermann (West III 6. Mai). „Der Glanz des Hauses Amberson“ (USA 1942), von Orson Welles (Bayern III 10. Mai). „Der junge Mr. Lincoln“ (USA 1939), von John Ford (ARD 11. Mai).

Sehenswert:

„Wer Gewalt sät ...“, von Sam Peckinpah.