Wenn Sie Schallplatten kaufen, dann – Unbedingt:

The Flying Burrito Brothers: „Last of the Red Hot Burritos“; A & M / Ariola 86 116 IT, 22,– DM

Außer den Grateful Dead und Poco spielte keine andere Country-Rock-Band ihre Mischung aus Bluegrass- und Country-Music, Rock ’n’ Roll und Memphis Soul so professionell, so originell und mit solcher Virtuosität wie die Flying Burrito Brothers. Leider ist ihr viertes Album in vier Jaren auch schon ihr letztes: Die musikalisch am schönsten inspirierte Live-LP der letzten Monate.

Nach Möglichkeit:

Janis Joplin: „Joplin In Concert“; CBS S 67 241, 29,– DM

Diese Doppel-LP zeigt den stufenweisen Niedergang und die Selbstzerstörung, die Janis Joplin fast methodisch betrieben haben muß. Als exemplarisches Dokument der Popmusik ist sie aber auch eine deprimierende Erfahrung. Während Janis bei den Aufnahmen mit Big Brother & The Holding Company, die 1968 entstanden und teilweise die technische Qualität von Raubpressungen haben, noch mit ihrer ganzen ursprünglichen Vitalität singt, klingt ihre Stimme auf den letzten beiden Plattenseiten brüchig, verzweifelt und ausgebrannt. Sie erlebte am eigenen Leibe, was sie sang. Exakt drei Monate nach dem letzten Live-Mitschnitt zu „Joplin In Concert“ starb sie an einer Überdosis Heroin.

Procol Harum: „In Concert With The Edmonton Symphony Orchestra And The Da Camera Singers“; Chrysalis 6307 503, 22,–DM