Hervorragend:

„W. R. – Mysterien des Organismus“, von Dusan Makavejew, der einen „Film mit und über die Ideen Wilhelm Reichs“ drehen wollte und eine freche, sarkastische, oft übersprudelnde Montage daraus gemacht hat, mit historischen Aufnahmen und Bildern, Hintergrundinformationen, fiktiven Sequenzen und Reportagen über Reichs politische Verfolgung und frenetische Rezeption in den USA. Freud und Marx, eine liebestolle Sozialistin und Stalin, Sex und Politik: die beiden geistigen Pole des W. R. werden vielfach assoziiert und persifliert, ohne jede Wertung oder Stellungnahme. Schade, daß dieser bizarre Sexpol-Zirkus ein Jahr zu spät ins deutsche Kino kommt. WD

„Ludwig“, von Hans Jürgen Syberberg.

Im Fernsehen: „Der Tod eines Killers“ (USA 1964), von Don Siegel (West III 7. Juli). Knapp, gradlinig und kompromißlos wie die Vorlage, Hemingways Kurzgeschichte „Die Killer“, berichtet Siegels Film von zwei professionellen Mördern, die den Auftrag haben, einen Ex-Rennfahrer zu erschießen. Die Gelassenheit, mit der sich das Opfer töten läßt, verwirrt die Täter; sie forschen nach Auftraggeber und Motiv des Mordes, begeben sich dabei ihrer Anonymität und kommen um. „Tod eines Killers“ gilt als der beste amerikanische Gangsterfilm der sechziger Jahre.

BB

„Die Stunde des Wolfs“ (Schweden 1967), von Ingmar Bergman (ZDF 11. Juli).

Sehenswert: