Mit dem neuen Alfa Romeo begibt sich die italienische Staatsfirma auf einen neuen Markt. Bislang assoziierte der Autoliebhaber mit dem Schlangenwappen Alfa Romeos für kleine Geldbeutel unerschwingliche sportliche Limousinen und Coupés. Jetzt fährt Alfa auch auf dem Mittelklasse-Markt. Um zu reüssieren, scheuten die Mailänder keine Kosten: Sie bauten in der Nähe Neapels eine neue Autofabrik, in der ausschließlich der preisgünstige Alfasud gebaut werden soll.

Freilich werden sich deutsche Alfa-Fans noch gedulden müssen: Vorläufig Wird der Neuling aus Italien nur im Heimatland verkauft – der Export ist frühestens Ende dieses Jahres möglich. Das Warten wird sich lohnen. Der neue Alfa bereichert das Mittelklasse-Angebot um eine sportliche Alternative. Experten schätzen, daß der Alfasud in der Bundesrepublik um 8000 Mark kosten wird.

Äußerlich gleicht der Wagen dem Citroën GS: breite Frontpartie mit flacher Motorhaube und kurzes „Abrißheck“ sind die charakteristischen Merkmale. Mit 3,89 Meter Länge zählt der Neue zu den platzsparenden Fahrzeugen. Doch die äußeren Abmessungen täuschen. Der Alfasud ist ein „echter Fünfsitzer“ – bis jetzt gibt es ihn nur als viertürige Limousine, aber für später ist ein Zweitürer geplant, und sicher wird es eines Tages auch ein Coupé und einen „Spider“ geben.

In der technischen Konzeption hat der Alfasud mit anderen Alfa-Typen nicht viel gemeinsam; Der Motor (Vier-Zylinder-Boxermotor, wassergekühlt) hat einen Hubraum von 1186 ccm; bei 6000 Umdrehungen pro Minute leistet er 63 PS’. Die Kraftübertragung erfolgt über ein Vierganggetriebe (Knüppelschaltung) auf die Vorderräder. Die Höchstgeschwindigkeit wird vom Werk mit „über 150 km/st“ angegeben. Alfa garantiert zudem, daß der Alfasud „stundenlang mit Höchstgeschwindigkeit gefahren werden kann“.

Auch für Sicherheit ist gesorgt:

Die Lenksäule ist entsprechend den europäischen Sicherheitsnormen entschärft (zweigeteilt). Ein besonderer Gag: Das Lenkrad läßt sich in Höhe und Neigung verstellen. Front- und Heckscheiben sind aus „geklebtem Verbundglas“.

Weitere Sicherheitsmerkmale: Vorderpartie und Wagenheck sind als stoßabsorbierende Knautschzonen ausgebildet. Die Trennwand zwischen Motor- und Fahrgastraum ist so konstruiert, daß im Falle eines frontalen Zusammenstoßes der Motor nicht in den Fahrgastraum eindringen kann: Sicherheitsgurte sind nicht als serienmäßige Ausstattung vorgesehen, aber die entsprechenden Vorrichtungen für Dreipunktgurte (für den fünften Fahrgast nur ein Zweipunktgurt) sind eingebaut. Der Alfasud ist mit Gürtelreifen ausgerüstet, wahlweise wird er mit breiteren Felgen geliefert, auf die Reifen der Serie “70’’ 165/70 SR 13 montiert werden können.