Wir sind Schüler eines Gymnasiums. Es liegt in Quickborn, einem aufstrebenden Ort, 25 km von Hamburg entfernt. Unsere Schule steht auf einem Berg am Rande dieser Ortschaft. Wir können in Ruhe arbeiten und werden durch keinen Autolärm gestört, öffnen wir das Fenster, so atmen wir frische Landluft ein. Unsere Schule ist eine der modernsten in Schleswig-Holstein, die den Steuerzahler viel Geld gekostet hat. Wir haben eigentlich alles, bis auf das Wichtigste: genügend Lehrer! Wir sind bisher rund 300 Schüler und werden nach den Sommerferien 450 sein. Leider bleibt die Anzahl der Lehrer (16) konstant. Das bedeutet, daß wir Kurzunterricht bekommen werden und unsere wöchentliche Stundenzahl auf 20 sinken wird. Es wird dann für uns wieder so aussehen wie in den letzten Jahren, bis 43 Schüler in einer Klasse. Lehrer und Schüler haben es dann erheblich schwerer. Das Verhältnis, das jeder junge Mensch zu dem Lehrer sucht, kommt nicht zustande. Die etwas schwächeren Schüler müssen die Klassa wiederholen, weil der Lehrer nicht genügend auf sie eingehen kann. Die besonders guten Schüler aber beginnen sich zu langweilen und halten die anderen vom Lernen ab. Wir Schüler erkennen diese Schwierigkeit und versuchen mitzuhelfen, um sie zu ändern.

Wir gehören nicht zu der Sorte von Schülern, die Terror stiften, die den Lehrern das Unterrichten zur Hölle machen, so daß sie seelisch und körperlich bald am Ende sind. Im Gegenteil! Wir wollen mit den Lehrern Freundschaft schließen und sie als Partner sehen.

Mit anderen Worten: „Wer will bei uns unterrichten?“

Regina Lüning, 14 Jahre