Ein Netz von mehr als 500 Beratungsstellen für Behinderte will der Reichsbund der Kriegs- und Zivilbeschädigten einrichten. Damit entstehen vor allem neue Möglichkeiten der Information für die berufliche Rehabilitation. Der Reichsbund hat auch einen „Leitfaden für die Betreuung Behinderter“ herausgegeben, der übersichtlich Auskunft über die verschiedenen Ansprüche an Staat und Sozialversicherung gibt. Für etwa vier Millionen Behinderte gibt es in der Bundesrepublik etwa 6000 Umschulungsplätze für Berufstätige, In nächster Zeit sollen 4000 zusätzliche Plätze für die Rehabilitation entstehen.

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Die Präsidenten skandinavischer Firmen sind die jüngsten, demokratischsten und mobilsten Manager Europas. Sie werden aber am schlechtesten bezahlt und am höchsten besteuert. Das ermittelte die Zeitschrift European Business. Bei den deutschen Bossen fällt auf, daß nicht nur sie selbst, sondern auch ihre Frauen weitgehend aus der gleichen sozialen Oberschicht stammen. Die skandinavischen Chefs suchen ihre Frauen dagegen weit mehr auch im Arbeit termilieu.

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Mit einer Überraschung endete das große Unternehmensplanspiel 72 der Zeitschrift Plus und des Kölner Universitätsseminars der Wirtschaft (USW). Sieger wurden nicht nur erfahrene Manager, sondern auch ein Team von sechs Assistenten der Universität Münster. Zusammen mit einer vierköpfigen Mannschaft der Buderus-Werke in Wetzlar konnten die Münsteraner Jungwissenschaftler die Goldmedaillen in Empfang nehmen. Das Planspiel dauerte acht Monate. Ursprünglich hatten sich mehr als 1000 Teams gemeldet, etwa die Hälfte spielte mit. Die besten der 2378 Planspielen trafen sich Ende Juni zum Endkampf um maximale Gewinne. Im Herbst wollen Plus und USW das „Deutsche Unternehmensplanspiel 73“ starten.

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Ein „Überseeregister“ führt die Evangelische Arbeitsgemeinschaft Dienst in Übersee (Stuttgart 1, Gerokstraße 17). Damit sollen Nachwuchskräfte schon während ihrer Berufsausbildung für die Entwicklungshilfe gewonnen werden. Wer auf der Warteliste steht, wird ständig über Entwicklungsaufgaben in der Dritten Welt informiert. Es werden auch Studenten betreut, die statt des Wehrdienstes einen Entwicklungsdienst absolvieren wollen.