Von Walter Pfaeffle

Playboy“, so sinnierte sein Herausgeber Hugh Hefner, „ist das Magazin für das gute Leben.“

„Nach dieser Grundidee“, fügt der künftige Herausgeber von „Playboy Deutschland“, Heinz von Nouhuys, hinzu, „zeigt die Playboy-Redaktion ihren Millionen Lesern jeden Monat die schönen, aufregenden, die faszinierenden Seiten des Abenteuers, heute ein Mann zu sein.“

Der Herausgeber des Herrenmagazins bescherte seinen Anhängern ein neues Abenteuer: Seit Januar werden die Aktien des Vergnügungskonzerns Playboy Enterprises Inc. offiziell an der Börse gehandelt. Playboy – so verkünden die Bunny-Bosse aus Chicago selbstbewußt – ist „salonfähig“ geworden. Und Geschäftsführer Robert Preuss erklärte Ende April vor der New Yorker Society of Security Analysts: „Bei uns wird mit anderen Maßstäben gemessen.“

Playboys Maßstäbe erläuterte Preuss mit Zahlen, die dazu dienen sollen, das skeptische Wallstreet-Establishment zu beeindrucken: Die Auflage des Magazins erreichte im vorigen November einen Rekord von 6 783 000 Exemplaren. Die durchschnittliche Auflageziffer der sechs Hefte von Juli bis Dezember 1971 lag bei 6 400 573 – fast eine Million mehr,-als vor einem Jahr.

So ist das Magazin nach wie vor die ergiebigste Einnahmequelle des Playboy-Konzerns: 73,8 Millionen Dollar wurden im Geschäftsjahr 1971 umgesetzt (1970: 68 Millionen Dollar). Playboys Gewinne (vor Steuern) kletterten in der ersten Hälfte des Kalenderjahres 1971 auf knapp 17 Millionen Dollar (1970: 15,6 Millionen).

Angesichts der allgemeinen Zeitschriftenmisere ist Playboys Erfolg beeindruckend. Renommierte Wochenblätter wie „Look“ und „Saturday Evening Post“ sind wegen Kostenauftrieb und Rezession in den letzten Jahren vom amerikanischen Blätterwald verschwunden. (Unter neuer Leitung erscheint die „Post“ jetzt als Monatszeitschrift.) „Life“ mußte seine Auflage drosseln, um die steigenden Produktionskosten aufzufangen.