Wenn Sie Schallplatten kaufen, dann–Unbedingt:

Gilbert O’Sullivan: „Himself“; MAM Decca MAMA 501, 19,80 DM

Zum erstenmal war dieser schlaksige Ire mit der Schiebermütze in der Fernsehsendung „Wünsch dir was“ aufgefallen, und mit Recht: einen Mann von solcher Musikalität hat es ein paar Jahre nicht gegeben. O’Sullivans Alltagsballaden sind anmutige und gescheite Randspaltenlyrik, seine Musik hat Temperament und „Swing“ und vor allem Witz, mit seiner blechernen, manchmal unerwartet kräftigen, manchmal ganz zarten Stimme singt er umwerfend behende und jazzig. Wenn das kein Star wird.

Nach Möglichkeit:

„Peace“; Oksana Sowiak (Gesang), Jürgen Klatt (Gesang, Gitarre); MPS BASF 20 20899-0, 20,– DM

Mir gefällt dreierlei an dieser Schallplatte: Erstens sind es der schöne und gut geschulte, hier weder zu naive noch zu kunstvolle Alt Oksana Sowiaks und die uneitel komplettierende Stimme Jürgen Klatts (der auch Gitarre wirklich spielen kann). Zweitens ist es das außergewöhnliche, mutige und farbenreiche Orchester-Arrangement von Boris Jojic. Und drittens hat diese Art, Volkslieder zu präsentieren, unerhörten Schwung.

Vielleicht: