Was sonst schwer möglich, da oft so genau gar nicht zu sagen ist, ist hier nötig: nämlich anzugeben, woher ich die Argumente habe. Sie stammen sämtlich aus der Fernsehdiskussion "Pro und Contra" des Süddeutschen Rundfunks (am Donnerstag, 6. Juli) und wurden vorgebracht von Holger Asche, Wolfgang Roth und Ulrich K. Preuß (Pro) und Ulrich Frank-Planitz, Martin Kriele und Richard Löwenthal (Contra).

PRO:

1. Jeder Deutsche hat nach seiner Eignung, Befähigung und fachlichen Leistung gleichen Zugang zu jedem öffentlichen Amte (Grundgesetz Artikel 33, Absatz 2).

2. Niemand in Frankreich oder Italien würde daran denken, den Mitgliedern der dortigen kommunistischen Parteien den Zugang zum Lehrerberuf zu verwehren.

3. Radikal sein heißt, erkannte Übel an den Wurzeln (radices) packen. In diesem Sinne müssen Lehrer Radikale sein.

4. Wer ein Feind der Demokratie ist, bestimmt das Gesetz und nicht die Regierung.

5. Die DKP ist nicht verfassungsfeindlich; denn sonst müßte sie ja vom Verfassungsgericht verboten werden.