ujei ame Überraschungen mit Jiachs gewohnt. Vor fünf ifjÄ Lin die Jungsozialisten i )>- Bundeskongreß, "einen viinvpf 1 Beitrag vorzuberei "ci <, die Mutterpartei auf, ca bei den Bundestags, d v vLtglied im "Bund Frei r t der finanziell mit dem.

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Welche "gefährlichen Anleitungen für revolutionäre Untaten" enthält denn nun das umstrittene Kernstück der Kandidatenbefragung? Die Juso Broschüre gibt zunächst vor allem jenen Parteimitgliedern eine wirksame Orientierungshilfe, die sich bislang bei dem verwickelten Verfahren der Kandidatenaufstellung in ihrem Wahlkreis nur mühsam zurechtfinden. Zudem sollen die Wahlkreisbewerber sich auf ihre sozialdemokratische Standfestigkeit abklopfen lassen. Es geht darum, was sie von der bindenden Kraft von Parteibeschlüssen in der politischen Praxis halten; welche Wahlkreisinteressen sie bisher vor allem vertreten haben; wie sie zu Bürgeraktionen gegen Bodenpreissteigerungen und für Umweltschutzmaßnahmen stehen. Die Palette reicht von der Ost- und Deutschlindpolitik über Fragen zur Vermögensbildung bis hin zu der Anti Links Kampagne.

Nirgends wird dabei die Loyalität zur Ptrtei verletzt, nirgends werden "Anleitungen" für die Kandidatenaufstellung gegeben, nirgends der Versuch unternommen, das Godesberger Programm, das Parteiengesetz oder gar die Verfassung zu unterlaufen. Den Kandidaten policisch einzuordnen, ist legitim und legal — es väre schlimm, würde nicht jede Partei ihre Kancidaten auf Herz und Nieren prüfen.

Innerparteiliche Kritik ist ein Wesenselenent der Sozialdemokratischen Partei. Aber die traditionell geübte kritische Solidarität innerhalb der SPD, kann erst auf der Grundlage einer durchschaubaren demokratischen WülensbiUung gedeihen. Im Gegensatz zur Organisation der Unionsparteien läßt die SPD den Willensbildungsprozeß theoretisch nur über Delegiertenversammlungen zu. Praktisch aber wurde in den letzten Jahren nicht selten gesündigt: 1969 wurde der spätere CDU Überläufer Hupka nur durch massiven Druck des SPD Bundesvorstandes von oben in die nordrhein westfälische Landesliste geboxt; vor den letzten Hamburger Bürgerschaftswahlen wurden die rund hundert SPDKandidaten ohne Personal debatte, ohne Vorstellung und Diskussion in einem einzigen Mammut Wahlgang an Hand der Vorschlagsliste des Landesvorstandes vom Parteitag abgehakt. Gegen die von den Jungsozialisten vorgeschlagene politische Standortbefragung der Bundestagsanwärter ist nichts einzuwenden, wenn dadurch diskussionslose Kandidaturen künftig verhindert werden. Die Partei als privilegiertes Willensbildungsorgan im modernen demokratisehen Staat kann dabei nur an politischer Zugkraft gewinnen. Und überdies, so hofft beispielsweise der Kieler SPD Landesvorstand, hat die derzeitige Diskussion den Vorteil, daß parteiöffentlich nun jene Konsequenzen gezogen werden, "die in Schleswig Holstein guter Brauch sind".

Die Jungsozialisten haben der Partei diesmal keinen Sdiaden zugefügt, sondern ihr einen Dienst erwiesen. Die SPD hat dies noch nicht bemerkt. Freilich müssen sich die Jungsozialisten der Mahnung des früheren bayerischen Juso Vorsitzenden Rudolf Schöf berger erinnern: "Hört euch auch die andere Seite an. Jagt nicht jeden zum Teufel, der eurer Meinung nach nicht ganz so links steht wie ihr. Meinungskonformität und Anpassungsdruck sind widerlich. Auch linke Meinungskonformität kann widerlich sein "