Die Orenstein & Koppel AG in Dortmund, die im Ruhrgebiet wegen ihres Produktionsprogramms gelegentlich als Mini-Rheinstahlkonzern bezeichnet wird, schüttet für das Geschäftsjahr 1971 eine unveränderte Bedienung von 14 Prozent aus, wobei neben der Bedienung des alten Kapitals von 31,25 Millionen Mark auch die jungen Aktien aus der Kapitalerhöhung auf 50 Millionen zur Hälfte an der Ausschüttung teilnehmen. Damit wurden 1,3 Millionen Mark mehr an die Aktionäre verteilt als im Vorjahr.

Auch auf O & K ist der Reif der Konjunkturabschwächung und der Währungsumstellungen gefallen. Vorstandssprecher Karl W. Bach wollte sich angesichts eines Ertragsrückganges in den ersten vier Monaten, dieses Jahres nicht auf eine unveränderte Dividende für 1972 festlegen. Die Aktionäre müssen sich auf eine Dividendenkürzung gefaßt machen, wenn nicht die Abrechnung von Großaufträgen das Bild noch ändert. Im vergangenen Jahr hat sich der Gewinn jedenfalls überraschend gut gehalten. Der Gewinn je 100-Mark-Aktie ist von 27 Mark auf 22 Mark gefallen, wobei die inzwischen durchgeführte Kapitalerhöhung zu berücksichtigen ist. mh