Die Reform des Währungssystems der westlichen Welt und der Ausbau der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft zu einer Wirtschafts- und Währungsunion standen bei der Konferenz zur Debatte, zu der am Montag und Dienstag die zehn Finanzminister der erweiterten Gemeinschaft in London zusammentrafen. Die Bundesregierung wurde von den Staatssekretären Emde und Mommsen vertreten.

Die Konferenz stand unter dem Einfluß der massiven Dollarzuflüsse, die die europäischen Notenbanken am Wochenende aufzunehmen hatten. Konkrete Beschlüsse wurden trotz weitgehender Übereinstimmung nicht gefaßt. Nach zweitägigen Verhandlungen vertagten sich die Minister auf den 11. und 12. September. Auch bei diesem Treffen in Luxemburg werden sie sich mit einem einheitlichen EWG-Währungssystem befassen.

In der vergangenen Woche hatte das britische Unterhaus in dritter Lesung den EWG-Beitritt mit 17 Stimmen Mehrheit gebilligt. Mit der Zustimmung durch das Oberhaus wird allgemein gerechnet.