Hervorragend:

„W. R. – Mysterien des Organismus“, von Dušan Makavejew. „Greenhorn“, von Dick Richards. „Ludwig“, von Hans-Jürgen Syberberg.

Im Fernsehen: „Der Sieger“ (USA 1952), von John Ford (ZDF 31. Juli). Der Film ist die zärtliche, nostalgische Beschwörung einer irischen Atmosphäre. Fords Liebe zu der Heimat seiner Vorfahren äußert sich in einer Folge behutsam ausgemalter Szenen, die lose aneinandergereiht werden. Eine sorgsam ausgewählte Schar skurriler irischer Typen, der augenzwinkernde Komödienton und Fords meisterhafte Inszenierungskunst disziplinieren die starke Gefühligkeit. „The Quiet Man“ zählt zu Fords Hauptwerken, mit leichter Einschränkung für die deutsche Fassung.

HPK

„L’avventura – Das Abenteuer“ (Italien 1960), von Michelangelo Antonioni (ZDF 1. August). Seit „Blow up“ populär, seit dem weithin unverstandenen „Zabriskie Point“ als monomanischer Exzentriker verschrien, ist nur der junge, pessimistische Antonioni mit seinen gebrochenen, hoffnungslosen, liebesunfähigen Figuren immer anerkannt gewesen. „L’avventura“ ist fast ein Mythos geworden: Bilder, Landschaften, Kamerabewegungen, Dialogsequenzen als optische Signale für seelische Vorgänge, für Gefühle, . Beziehungen, Verstörungen. Das ist so nuanciert und sensibel gemacht, daß man genau und vor allen Dingen alles sehen muß – in der bisher gezeigten Kinofassung unter dem Titel „Die mit der Liebe spielen“ fehlten 43 Minuten.

WD

„Marnie“ (USA 1964), von Alfred Hitchcock (ARD 29. Juli).