Mit einem Strahl subatomarer Elementarteilchen, die ganze Häuserblocks oder Stahlplatten bis zu einem halben Meter Stärke zu durchfliegen vermögen, hat ein Physiker der US-Atomenergiebehörde Signale übertragen können und damit die Möglichkeit gezeigt, neben elektrischem Strom und elektromagnetischen Wellen einen dritten künstlichen Informationsträger zur Nachrichtenübermittlung zu benutzen.

Die Elementarteilchen, mit denen Richard C. Arnold am National Laboratory in Argonne (Illionois) Morsezeichen über eine Distanz von 150 Metern übertrug, waren Myonen, äußerst kurzlebige Partikel, die natürlicherweise in der kosmischen Strahlung enthalten sind, aber auch mit Beschleunigern produziert werden können.

Wie Arnold in der neuesten Ausgabe der Zeitschrift „Science“ erklärt, wären Myonen-Sender, mit denen sich auch Sprache und Fernsehbilder ausstrahlen ließen, aussichtsreiche Konkurrenten für Mikrowellen-Kommunikationssysteme, wie sie gegenwärtig zum Beispiel in Telephonnetzen verwendet werden. V. G.