Freddie Laker, enjant terrible der britischen Zivilluftfahrt, macht mit einem alten Plan vieder Schlagzeilen. Mit seiner Laker Airways will er Passagiere künftig für nur 37,50 Pfund (rund 280 Mark) nach USA fliegen.

Der „Pirat“, wie Laker bei den Konkurrenten heißt, will das Flugzeug zur Eisenbahn umfunktionieren: keine Vorausbuchung, der Passagier kann etwas zu Essen kaufen oder mitgebrachte Sandwiches verzehren, bekommt aber keine kostenlose Verpflegung.

Freddie Laker möchte die Fliegerei von dem Flair des Snobismus, der Exklusivität und vor allem von den teuren Tarifen befreien. „Im Winter kann ich sogar für 32,50 Pfund (220 Mark) fliegen.“

Bei Lakers „Skytrain“-System besteht das einzige Risiko für den Passagier darin, daß er am Flugplatz ankommt, die Maschine aber schon besetzt ist; „Stehplätze gibt es natürlich auch nicht“, sagt Laker.

Eine Lizenz der britischen und amerikanischen Luftfahrtbehörde für seine preiswerten Flüge besitzt Laker noch nicht. Doch er ist optimistisch; zur Ergänzung der Luftflotte hat er Jumbos vom Typ DC-10 bestellt. fcw