Vertragslöcher

Es ist kein Geheimnis, daß der Vertrag für die Nichtweitergabe von Atomwaffen weitgehend durchlöchert ist: Man kann in relativ kurzer Zeit über die friedliche Gewinnung nuklearer Energie atomare Waffen herstellen. So sind außer den fünf Atommächten USA, UdSSR, China, Frankreich und Großbritannien siebzehn Länder schon seit längerer Zeit technisch in der Lage, sich eine Atombombe zu bauen. Mit Nationalchina, das derzeit einen von Kanada gelieferten Reaktor installiert, kommt ein weiterer Staat hinzu.

Pekinger Geheimnis

In Pekinger Regierungskreisen kursiert ein geheimes Dokument, das den Plan des ehemaligen Verteidigungsministers Lin Piao, seiner Frau, seines Sohnes und mehrerer Offiziere schildert, Parteichef Mao mit diplomatischer und militärischer Hilfe der Sowjetunion zu stürzen. Mao sollte gezwungen werden, die Bedingungen der Gruppe anzunehmen. Zu den „außerordentlichen Maßnahmen“, die vorbereitet waren, gehörte die Bildung kleiner Stadtguerilla-Gruppen. Chinakenner rätseln nun, ob Lin Piao Mao tatsächlich stürzen wollte oder die Beschuldigungen von politischen Feinden erfunden wurden, um ihn zu beseitigen.

Teurer Müll

Für das tagtäglich wachsende Problem der Abfallbeseitigung hat kürzlich eine holländisch-englische Arbeitsgruppe einen Lösungsvorschlag unterbreitet. Man könnte den privaten wie den industriellen Abfall der Nordsee-Anrainerstaaten statt wie bisher auf dem Festland auf einer künstlichen Insel in der Nordsee vernichten. Nach den Berechnungen der Gruppe wäre das nicht nur billiger, sondern zum Teil auch einfacher zu bewerkstelligen. Ein Haken ist jedoch an dem Plan: Zu seiner Realisierung müßten die beteiligten Regierungen 48 Millionen englische Pfund lockermachen.

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