Hervorragend:

"W. R. – Mysterien des Organismus", von Dušan Makavejew. "Greenhorn", von Dick Richards.

Im Fernsehen: "Götter der Pest" (BRD 1969), Rainer Werner Fassbinder (ZDF 8. August). Eine atmosphärisch geschlossene Elegie über Männer, die ihrem miesen Dasein einen Rest Freiheit abtrotzen wollen und es im Knast "auch net anders als draußen" finden, und über Mädchen, denen nichts bleibt, als sich an diese Männer zu klammern. Fassbinder verarbeitet mehrfach gebrochene Erfahrungen mit dem amerikanischen Gangsterfilm und macht selbst einen; er zitiert Schwabinger Insides, verknüpft lokale Hinweise mit literarischen (Motive aus Döblins "Berlin Alexanderplatz") und christlichen (einer umarmt ein Lamm, eine Sexszene wird zur Grablegung Christi stilisiert). Ein lakonischer Film, fast ohne Grauwerte, mit sorgfältigen, langen Einstellungen, unendlich traurig und schön und trivial.

WD

"Das Testament des Dr. Cordelier" (Frankreich 1959), von Jean Renoir (West III 4. August).

Sehenswert:

"Totentanz der Vampire", von Peter Duffell. "Neun im Fadenkreuz", von Philippe Labro. "Lonesome Cowboys", von Andy Warhol.