Obwohl die erhöhte Tabaksteuer erst zum 1. September in Kraft tritt, werden einige Raucher schon ab Mitte August für ihre Marke mehr bezahlen müssen. Um der Industrie und dem Handel die Umstellung auf die neue Steuer zu erleichtern, wurden an die Zigarettenfabriken nur noch soviel Steuerbanderolen ausgegeben, wie voraussichtlich bis zum Septembertermin benötigt würden.

Offenbar wurden die Kontingente zu niedrig ausgelegt, denn inzwischen mehren sich die Anzeichen, daß nicht mehr genug Zigaretten mit den alten Steuermarken an die Händler ausgeliefert werden können. Damit aber niemand auf seine Lieblingsmarke verzichten muß, dürfen auch schon vor dem Monatswechsel neuversteuerte und damit teurere Zigaretten verkauft werden.

Der Verbraucher kann sich damit gleich an die Zukunft gewöhnen, denn auch nach dem 1. September werden die Zigaretten zuunterschiedlichen Preisen angeboten. Bald wird der Raucher zwischen Automatenpackung und der 20-Stück-Packung unterscheiden müssen.

Aus den Automaten wird man nur noch Packungen mit 18 (Konsumklasse) oder 17 Zigaretten (gehobenerer Kategorie) ziehen können. Die Automatenpackungen sind zwischen 2,2 und 5,3 Pfennig teurer als die normale 20-Stück-Packung. Die Begründung für die Preisdifferenz: Die neuen Preise für 20 Konsumzigaretten (2,20 Mark) und 20 Zigaretten der gehobenen Kategorie (2,30 Mark) lassen sich nicht auf den Pfennig genau für die Automatenpackung ausrechnen. Langfristig hoffen die Händler, daß die Raucher weniger Zigaretten aus den Automaten ziehen werden. ei