Das polnische KP-Organ "Trybuna Ludu" kommentierte das Gipfeltreffen auf der Krim:

"Die Bedeutung des Treffens auf der Krim wird durch die Tatsache unterstrichen, daß es gerade jetzt, in der gegenwärtigen Lage in Europa und in der Welt, stattgefunden hat. Die jüngste Zeit war mit wichtigen Ereignissen im Überfluß verbunden und in Zukunft werden es noch mehr sein. Dies wird besonders durch die europäische Situation bestätigt. Die von der BDR ratifizierten Verträge, die vorher von der BRD mit der Sowjetunion und Polen abgeschlossen wurden, traten kürzlich in Kraft. Wirksam wurden auch das Viermächteabkommen über Westberlin und die von der DDR mit der BRD und dem Westberliner Senat abgeschlossenen Abkommen.

Damit wurden nicht nur der Prozeß der Normalisierung der Beziehungen zwischen sozialistischen Ländern und der BRD eingeleitet, sondern er entwickelt sich auch weiter. Maßnahmen für den weiteren Fortschritt auf diesem Wege wurden eingeleitet. Soweit es die sozialistischen Länder angeht, so haben diese wiederholt erklärt, daß sie bereit sind, diesen Prozeß fortzusetzen.

Die Voraussetzungen für eine Weiterentwicklung und erfolgreiche Beendigung des Normalisierungsprozesses zwischen den sozialistischen Ländern und der BRD sind vorhanden. Dieser wird vor allem durch die Lösung von Problemen bestimmt, die Gegenstand der Verhandlungen zwischen der Tschechoslowakei und der BRD sowie zwischen der DDR und der BRD sind. Polen, ebenso wie die anderen sozialistischen Länder, unterstützt voll den tschechoslowakischen Standpunkt. Zusammen mit den sozialistischen Bruderländern unterstützt es voll den Standpunkt der DDR in der Frage ihrer völkerrechtlichen Anerkennung.

Gegenwärtig befinden wir uns in einer wichtigen Phase des Kampfes für die Abhaltung einer europäischen Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit. Der Zweck ist es, die Vorbereitungen für diese Konferenz sorgfältig umfassend vorzubereiten, damit alles getan wird, daß die Konferenz ein Erfolg wird..."