Zwei Männer – eine Sprache: Eckermann und Neckermann! Zwei Herzen – ein Schlag! Kein Zweifel, wenn Stefan Georges Getreue noch lebten und in der "Bild"-Zeitung schrieben mit Waldens Zunge redeten sie, dichteten im Nibelungenton Neckermanns Lied, besängen statt des Aufmarsches der Helden den Aufmarsch der Waren und feierten den der Handtuchbranche entwachsenen Führer im Waldenschen Heroen-Kult mit Waldenschem Vokabular: den Hochgespannten in seinem Grenzbereich, den Patriarchen (Adenauer in jünger, und zu Pferd), den Einzelkämpfer: abhold der Plebs, den Olympioniken (er wird mit und ohne Stützkorsett dabeisein), den Diktator, dessen Warenhaus aus der Perspektive Indiens oder Sachsens wie ein Luft- und-Lust-Schloß aussieht, den Midas vom Rhein, den Lenker der Unmündigen und Vater des Volkes, das er, mit zartleisem Charme, vor den Röten bewahrt: Josef N., den superman, der seine Gerte, lächelnd, nicht nur über Pferden schwingt. Ein sanfter Druck – schon wird pariert!

Unter die Schenkel, Kreatur! (Und für den braven Eckermann ein Stück Zucker.) Momos