Niemals zuvor in diesem Jahr hatten die Preise für leichtes Heizöl ein derart niedriges Niveau erreicht. Doch das Ende dieser verbraucherfreundlichen Situation ist abzusehen.

  • Warum bleiben die Heizöltanks leer?

Reiners: Die Verbraucher haben entweder übersehen, daß die Heizölpreise bis jetzt relativ günstig für sie waren, oder sie sind einfach noch nicht bereit, zur Kenntnis zu nehmen, daß der nächste Winter bestimmt kommt. Die Kaufbereitschaft der Verbraucher beginnt in der Regel im Juli/August – vorausgesetzt, daß wir einen kalten Winter hatten und die letzte Eindeckung im Januar oder Februar stattgefunden hat. Nach einem milden Winter wie der von 71/72 deckt sich der Verbraucher normalerweise erst im August/September ein.

  • Wird sich mit wachsender Kaufbereitschaft der Preis ändern

Reiners: Der Heizölpreis ist von allen Mineralölprodukten der Preis, der am schnellsten und empfindlichsten auf saisonale Schwankungen reagiert. Er fällt außerordentlich stark, wenn keine Nachfrage vorhanden ist, und er steigt außerordentlich, wenn die Nachfrage einsetzt.

  • Warum treiben Sie keine Werbung für Heizöl wie für Kraftstoffe?

Reiners: Für Heizöl wird im Sinne des Produktes weniger Werbung betrieben als für Benzin, das ist richtig. Geworben wird dagegen für den Service, für die Betreuung der Ölheizung. Man geht davon aus, daß ja nicht nur Öl erforderlich ist, um eine Heizung zu betreiben, sondern daß die Heizung in einem Zustand gehalten werden muß, der gewährleistet, daß minimaler Verbrauch und damit bestmögliche Nutzung des Öls garantiert ist. Wir bieten deshalb einen "Wärmeservice" an, der neben der Öllieferung auch die Überwachung des Brenners und Kundendienst umfaßt. Für diese Serviceleistung wird geworben.