Unter den Naturliebhabern gibt es Optimisten und solche, die immer nur schwarzsehen, schwarz deshalb, weil die Wälder von Picknickrückständen verschmutzen, die Wiesen von Müllhalden zuwachsen und die Flüsse trüb werden. Und neuerdings sehen sie noch eine andere Gefahr heraufziehen: Hundertschaften von Wander-Debütanten, die sich – mit der Trimm-dich-Spirale in der Hand – Punkte erlaufen und Wald und Flur mit ihrer Emsigkeit überziehen. Aber, wie gesagt, es gibt unter den eingefleischten Wanderern auch Optimisten, und die geizen nicht mit ihrem Rat für Anfänger. Da werden die schönsten Routen und genauesten Karten ausgetauscht und auch Hinweise über einschlägige Rast- und Gasthäuser gegeben.

Zu dieser Gruppe gehören auch Walter Pause, Kurt Gramer und Klaus Kratzsch, die sich mit ihren Wandertips speziell an "kluge" Autofahrer wenden. "Wer viel geht, fährt gut" ist ihre Devise und der Titel einer Reihe, die bisher in fünf Bänden den Raum zwischen München und Salzburg (beziehungsweise Donau, Brenner, Allgäu) und zwischen Stuttgart und der Donau abdecken:

Wer viel geht, fährt gut – 50 Wandertips für kluge Autofahrer; Verlag Schnell und Steiner, München; Preis je Band 12 Mark.

Jeder Band enthält 50 Routenvorschläge: auf jeweils einer Doppelseite gibt es eine Karte mit detaillierter Wegbeschreibung, allgemeiner Charakterisierung der Route hinsichtlich Art und Schwierigkeitsgrad, ein Photo, Angaben über Anfahrt, Ausrüstung, und so weiter. Sicher ein hilfreiches Instrument für den, der sich nicht allein auf unbekannte Wege traut.

Wer sich durch die minutiöse Beschreibung der Wege gegängelt fühlt, kann sich natürlich auch einfach auf die Skizze verlassen. B. v. J.