Fernschreiber und Telephon reichen bei der Aeroflot nicht mehr aus, um dasständig steigende Buchungsaufkommen zu verarbeiten. Deshalb will die staatliche sowjetische Luftlinie mit der Konkurrenz aus dem Westen gleichziehen. In Zukunft sollen die Aeroflot-Agenturen (zur Zeit gibt es mehr als 40 außerhalb der UdSSR) über Computer den Ticketverkauf an die Zentrale melden.

Auf der Elektronik-Ausstellung "Systemotechnika ’71" in Leningrad knüpften die Sowjets erste Kontakte zu dem Elektronik-Giganten IBM (International Business Machines Corp.) wegen eines elektronischen Buchungs-Systems. Doch die Sowjets verhielten sich wie westliche Kaufleute. Sie baten auch noch zwei Konkurrenten um Lösungsvorschläge für ihr Problem.

Von Aeroflot würdig befunden wurden neben IBM die Leasco Corp. und Sperry Rand, deren Univac Division in der Computer-Branche einen guten Ruf hat. Der moderne Buchungskomfort muß teuer bezahlt werden. Das amerikanische Luftfahrt-Magazin Aviation Week wußte zu berichten, daß Leasco die Kosten auf 15 bis 22 Millionen Dollar schätzt, während IBM mit etwa 9 bis 10 Millionen Dollar rechnet. Freilich, Leasco hat den Russen gleich ein System angeboten, an welches auch die Zentrale für Touristik, "Intourist",angeschlossen werden kann. kde