Durst kennt keine Konjunktur. Während einige Verbrauchsgüter-Produzenten über mangelnde Kaufbereitschaft ihrer Kunden klagen mußten, konnten die Getränke-Hersteller auch im letzten Jahr wieder volle Kassen melden. Die Bundesbürger gaben 1971 rund zehn Prozent mehr für "flüssige Nahrung" aus – pro Kopf rund 627 Mark. Lieblingsgetränk der Verbraucher wurde Bier, das den Kaffee deutlich überholt hat. Die größten Zuwachsraten gab es jedoch bei Wein, Spirituosen und Sekt. Die Steigerungsraten haben unterschiedliche Gründe. Bei; den Spirituosen dachten die Verbraucher auch schon an zukünftigen Durst. Bevor die Branntweinsteuererhöhung 1. Januar 1972 in Kraft trat, wurde noch zu alten Preisen gehamstert.

Quelle: Ifo-Institut, München