Der britische Europa-Unterhändler Rippon, der von der Regierung Heath zu Gesprächen über das Schicksal der Asiaten nach Uganda, Kenia und Tansania entsandt worden ist, ist nun doch mit dem Präsidenten von Uganda, Amin, zusammengetroffen. Noch am Wochenende hatte der General keine Zeit für Rippon. Die britische Regierung möchte vor allem die Frist für die Ausweisung der etwa 50 000 Inder und Pakistani verlängert sehen, weil sie nicht an die Möglichkeit glaubt, innerhalb von drei Monaten eine derartig große Anzahl von Ausgewiesenen zu evakuieren oder im eigenen Land unterzubringen.

Im Prinzip scheint London jedoch jetzt bereit zu sein, die Asiaten aufzunehmen und nicht auf der Einwanderungsquote zu bestehen, nach der pro Jahr nur knapp 1500 asiatische Familien aus Ostafrika nach Großbritannien einwandern dürfen. Es wird darüber hinaus mit der Ausweisung von insgesamt etwa 80 000 Personen gerechnet, da Uganda dazu übergegangen ist, einem großen Teil der 40 000 Asiaten, die nach der Unabhängigkeit 1962 nicht für Großbritannien, sondern Uganda optiert haben, diese Staatsangehörigkeit abzuerkennen.

Aus diesem Grunde hat die bri Regierung auch Kontakt zu an Commonwealthländern aufgenon mit der Bitte, sich ebenfalls der gewiesenen anzunehmen.

Außerdem geht es London jetzt allem darum, sicherzustellen, daß Ausgewiesenen wenigstens einen ihres Vermögens mitnehmen dürfe ist wenig wahrscheinlich, daß Amin darauf einlassen wird. Denn sollte Asiaten die ihnen gesetzlich zustehende Summen aus dem Lande nehme: würde Uganda etwa 750 Millionen an Devisen verlieren.