Die größte Flugzeug-Katastrophe Europas hat am Montag 156 Menschenleben gefordert. Kurz nach 17.10 Uhr stürzte eine vierstrahlige Düsenmaschine vom Typ lljuschin 62 der DDR-Gesellschaft "Interflug" in ein Waldstück bei Königswusterhausen. Sie war wenige Minuten zuvor in Berlin-Schönefeld gestartet. An Bord befanden sich 148 Passagiere und acht Besatzungsmitglieder, alle DDR-Bürger, die nach Burgas/Bulgarien fliegen wollten. Über die Ursache schwiegen sich die Behörden aus; nach Angaben von Augenzeugen soll die Maschine in der Luft explodiert sein. Nach anderen ebenfalls unbestätigten Meldungen ist in einem Triebwerk Feuer ausgebrochen; der Pilot habe noch eine Rückkehr zum Flughafen versucht, aber die Maschine sei dann in geringer Höhe in Brand geraten und abgestürzt.