Der Rückschlag fiel nicht so hart aus wie erwartet: Mit 872 465 Her verkauften die deutschen Hersteller im eigenen Land nur 2,8 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 1971. Die großen Verlierer: Volkswagen (minus 14,8 Prozent) brachte nur 241 030 Fahrzeuge an den Mann, davon allein 155 209 Käfer und die VW-Tochter AUDI-NSU, unterschritt mit 77 912 Verkaufen ihr Vorjahres-Ergebnis immerhin noch 5,9 Prozent. Allein BMW, Opel und Daimler-Benz konnten auf dem deutschen Markt Zuwachsraten melden. Spitzenreiter BMW kam auf ein Pius von 13,5 Prozent.

Das bayrische Automobilwerk lag damit allerdings unter dem Zuwachs der beiden erfolgreichsten Auslandsfirmen: Citroën verkaufte 31,6 und Peugeot 16 Prozent mehr als zur gleichen Zeit des Vorjahres. Renault dagegen mußte einen Rückgang um 5,1 Prozent hinnehmen.

Noch haben die deutschen Autobauer die Hoffnung nicht aufgegeben, daß sich die Bilanz zum Jahresende noch ein bißchen verbessert. Mit neuen Modellen wollen sie den Käufer zu ihren Vertragshändlern locken.

Von BMW weiß man, daß zu den Olympischen Spielen ein neuer Vierzylinder, als Nachfolger der 1500 und 1800 Modelle, vorgestellt wird. VW hat bereits die Schleier gelüftet: Facelifting und technische Weiterentwicklung soll das Volkswagen- und AUDI-Angebot dem Publikum näherbringen. Der AUDI 80 als einzige Neukonstruktion feierte schon vor einigen Wochen Premiere.

Neuheiten, bei den deutschen Amerikanern sind nicht zu erwarten: Ford will am Escort und Capri weiterfeilen, Opel wird den Rekord in Zukunft wahlweise mir Dieselmotor ausrüsten.

Die europäischen Ausländer wollen dem deutschen Markt einige Neuheiten präsentieren: Von Hat und Peugeot werden neue Kleinwagen erwartet (Fiat 126 und Peugeot 104) und Renault will, nach einjähriger Teilzeit in Frankreich, den R 5 nun auch in die Bundesrepublik liefern. st