Von der hohen Kunst, eine konfliktfreie Gehaltsstruktur für die Mitarbeiter zu finden

Von Jörg M. Simpfendörfer

Von Jörg M. Simpfendörfer erscheint in einigen Wochen das Buch "Führungsaufgabe: Leistungsgerechte Gehaltsfindung" (Verlag Moderne Industrie, München), dem der folgende Beitrag entnommen ist. Der Autor ist als Personalchef in einem Unternehmen der Computerbranche tätig.

Zu den wichtigsten Erkenntnissen der Gehaltspolitik gehört es, daß die absolute Höhe des Einkommens von wesentlich geringerer Bedeutung ist, als die für den einzelnen Mitarbeiter erkennbaren Relationen. Solche Relationen werden im privaten Bereich, zwischen Freunden und Bekannten, hergestellt, und die materielle Zufriedenheit hängt in hohem Maße davon ab, ob man sich im Vergleich mit denen gut oder schlecht bezahlt findet, die man nach Leistung oder sozialer Schichtung für seine "Bezugsgruppe" hält. Relationen werden aber vor allem im Unternehmen überprüft, wo jeder offen oder im stillen versucht, sein Einkommen mit dem Einkommen anderer zu vergleichen und abzuwägen, ob die Maßstäbe in Ordnung sind oder nicht.

Die Frage nach der Bezahlungsgerechtigkeit ist genau genommen und schlechthin die Frage, ob die Relationen stimmen.

Nun ist die Problematik der Relationen freilich vielschichtig und bedarf genauer Untersuchung. Dabei zeigt sich, daß im allgemeinen vier Vergleiche angestellt werden, deren Ergebnis Einfluß auf die materielle Zufriedenheit hat.

  • Das eigene Einkommen