Kugelfischer: Auf Fremdkapital angewiesen

Kugelfischer Georg Schäfer & Co, Schweinfurt, jetzt zur Offenlegung seiner Bilanz verpflichtet, publiziert das Zahlenwerk für 1971 zugleich mit einer historischen Darstellung seiner Entwicklung zum heutigen Weltunternehmen. Von der Bilanzsumme in Höhe von 1,23 Milliarden Mark entfallen nur 157 Millionen auf ausgewiesenes Eigenkapital. Das Unternehmen arbeitet mit 669 Millionen lang- und mittelfristigen Fremdmitteln, darunter 451 Millionen Bankverbindlichkeiten. "Abgestutzt" wird das Eigenkapital durch Pensionsrückstellungen von 229 Millionen sowie durch Verbindlichkeiten gegenüber Versorgungskassen von 113 Millionen, also durch Schuldpositionen, die "unternehmensfreundlich" sind.

Hochtief: Boom im Ausland

Die Bauleistung der Hochtief AG, Essen, wuchs 1971 im Inland um 17 Prozent und im Ausland um rund 50 Prozent. Da über die Hälfte der Bauleistungen von 2,05 (1,69) Milliarden Mark auf gewerbliche Baumaßnahmen entfallen, weicht insbesondere die inländische Aktivität wesentlich vom Durchschnitt der deutschen Bauwirtschaft ab. Die Umsatzerlöse stiegen von 875 auf 902 Millionen Mark. Es wird eine Dividende von neun Mark je 50-Mark-Aktie ausgeschüttet.

BWK: Kein Glück mit Chemiefasern

Der Welt größte Wollkämmerei, die Bremer Wollkämmerei AG, konnte ihre Produktion im Geschäftsjahr 1971 um neun Prozent steigern. Während die Wollverarbeitung um 24 Prozent zunahm, fiel die Chemiefaserverarbeitung um 12 Prozent. Der Umsatz konnte somit nur noch um rund drei Prozent angehoben werden. Aus dem Bilanzgewinn von 2,02 Millionen Mark wird eine Dividende von 10 Prozent gezahlt.

Didier-Werke: Ertragsschmälerung