Wenn Sie Schallplatten kaufen, dann – Unbedingt:

Gustav Mahler: "Sechste Symphonie a-Moll"; New Philharmonia Orchestra London, Leitung: Sir John Barbirolli; Electrola-EMI C 16101285/86, 33,– DM

Wo Georg Solti in seiner Chicagoer Neuaufnahme auch noch die apokalyptischen Hammerschläge der Sechsten artifizielle Musik sein läßt, da stellt Barbirolli sich ihrer bodenlosen Tristesse. Auch das leicht unverbindliche Klangnaturell des Londoner Orchesters bringt diese suggestive Einspielung nicht um den Spitzenrang.

Nach Möglichkeit:

Johannes Brahms: "Klavierkonzerte Nr. 1 d-Moll und Nr. 2 B-Dur"; Leon Fleisher, Cleveland Orchestra, Leitung: George Szell; CBS 77259, 29,– DM

Trotz Serkin, Arrau und Rubinstein, trotz Gilels, Richter und Curzon: es dürfte zur Zeit keine Aufnahme der Brahms-Konzerte geben, die den Fleisher-Szell-Platten an interpretatorischer Konsequenz überlegen ist. Brahms für Puristen, dennoch von außerordentlicher Gewalt und ungefühliger Zartheit.

Joseph Haydn: "Streichquartette op 3 Nr. 5 (,Serenadenquartett‘), op. 64 Nr. 5 (‚Lerchenquartett‘) und op. 76 Nr. 3 (,Kaiserquartett‘)": Novik-Quartett Prag; Intercord-Saphir 25726-1SB, 7,50 DM