Für Investmentsparer war der Juli ein guter Monat. Bis auf den Amerika-Fonds des Frankfurt-Trust haben alle Fonds unserer Tabelle rote Zahlen vermeiden können. Jürgen Bauer, Geschäftsführer der Frankfurt-Trust-Investment-GmbH, weist darauf hin, daß seine Gesellschaft diesen Fonds erst Anfang April übernommen hat, also für die vorangegangenen Verluste nicht verantwortlich gemacht werden kann. Daß der Frankfurt-Trust auch gewinnbringende Fonds verwaltet, beweist Nippon Dynamik, der auf der Welle der Japan-Hausse schwimmt. Mit einem Plus von 29,4 Prozent ist Nippon Dynamik in diesem Jahr der beste deutsche Fonds. Ihm folgt mit einem Plus von 25,5 Prozent der Spezialfonds Adiverba, dem im vergangenen Monat nicht nur die Hausse der Versicherungs-Aktien, sondern auch die der noch verbliebenen Hypothekenbank-Aktien zugute gekommen sein muß.

Fondak hat mit einer Wertsteigerung von 24,8 Prozent in diesem Jahr die Spitzenstellung unter den Fonds mit deutschen Aktien – über alle Branchen hinweg – halten können, dicht gefolgt (+ 23,8 Prozent) von dem nichtausschüttenden Fonds der Dresdner Bank "Thesaurus", dem zur Zeit besondere Pflege seines Hauses widerfährt. Fast ebensogut Unifonds mit plus 23,7 Prozent.

Die international investierenden Fonds konnten von der im Juli weltweit freundlichen Börsentendenz profitieren. Das gilt besonders für jene, deren Anlageschwerpunkte in Europa liegen. Einiges deutet darauf hin, daß die Stunde der im Ausland anlegenden Fonds nunmehr zu schlagen beginnt. Nämlich dann, wenn es an den deutschen Börsen eine längere Konsolidierungsphase geben sollte und dafür die Börsen in Holland, Paris und New York in den Vordergrund rücken. Im August ist in Wall Street ein Stand erreicht worden wie seit 1968 nicht mehr. Die wirtschaftlichen Voraussetzungen erscheinen in den USA günstig. Die dortige Inflationsrate ist heute ohne Bedeutung, die Unternehmensgewinne steigen, an einem Wahlsieg von Präsident Nixon zweifelt niemand. Dennoch blieb an der New Yorker Börse der eigentliche Durchbruch nach oben aus. Offenbar ist die Furcht vor einer neuen Dollarkrise noch nicht geschwunden; außerdem fürchtet man, daß nach den Präsidentschaftswahlen im November die Steuern erhöht werden, um "innere Reformen" zu finanzieren.

Zum besseren Verständnis: Der bisherige Trinkaus-Fonds hat umfirmiert und erscheint jetzt unter Inka-Global. Mit einem Plus von 2,2 Prozent liegt er auf den hinteren Plätzen unserer Tabelle. K. W.