Hervorragend:

"Der große Minnesota-Überfall", von Philip Kaufman. "Greenhorn", von Dick Richards. Olympia 1936, Teil 1: "Fest der Völker". Teil 2: "Fest der Schönheit", von Leni Riefenstahl.

Im Fernsehen: "Herbst der Liebe" (Frankreich 1960), von Pierre Kast (West III 25. August). "Die Faust im Nacken" (USA 1954), von Elia Kazan (ARD 28. August).

Sehenswert:

"Frühling einen Sommer lang", von Robert Mulligan, wurde fast ein Jahr lang unter dem Original-Titel "Sommer 42" gründlich verschwiegen oder mit falschen Werbe-Slogans an denkbar ungeeignete Theater vermietet. Das subtil inszenierte Melodrama schließt an die Tradition von Douglas Sirks an: weniger eine Love story" der pubertären Sehnsüchte eines Fünfzehnjährigen als eine pessimistische Etüde über den vergeblichen Versuch, sich mit Vergangenheit und Gegenwart zu arrangieren. Meisterhaft photographiert wurde der Film von Robert L. Surtees, der auch die Kamera in Minnellis "Stadt der Illusionen", Fords "Mogambo", Peter Bogdanovichs "The Last Picter Show" und in Mulligans neuem Film "The Other führte. FS

"Liebe Mutter, mir geht es gut", von Christian Ziewer. Einer der neuen Thesen-, Aufklärungs-, Zielgruppen-, Diskussions- oder wie immer Filme, die nicht mehr nur dozieren, sondern die Arbeitswelt deftig, milieugerecht, exakt recherchiert und farbig ins Bild setzen. Mit Arbeitern für Arbeiter gemacht, demonstriert Ziewers Film an einem realistischen Einzelfall eines Berliner Betriebes die "innere Mechanik" des Streiks. Der Wechsel fiktiver und dokumentarischer Szenen und distanzierende Zwischentitel sollen den Lernprozeß der Beteiligten auch beim Zuschauer in Gang setzen. Der Film, auf dem Forum der Berlinale uraufgeführt, läuft jetzt in mehreren unabhängigen Kinos. WD

"Neun im Fadenkreuz", von Philippe Labro. "Abenteuer der Südsee", von Polco Quilici.