Das Wahlergebnis war nicht überraschend: Mit 1347 gegen eine Stimme (sie fiel dem liberalen Gegenkandidaten McCloskey zu) wählte der Nationalkonvent der Republikaner in Miami Beach Richard Nixon zum Präsidentschaftskandidaten. Überraschender war die Nominierung Spiro Agnews zum running mate Nixons: 1345 gegen eine Stimme bei zwei Enthaltungen. Agnew ist, das verdeutlichte der am Donnerstag voriger Woche beendete Kongreß, der Kandidat der konservativen Mehrheit für 1976.

Die Republikaner demonstrierten Einigkeit und Vertrauen in Nixon. Der Präsident setzte sich gegen die Vietnam- und Sozialpläne seines Gegners McGovern betont ab. Er warnte vor einem „scharfen Umweg nach links“; das gesellschaftliche Gebäude der USA sei nicht zerbrochen, sondern bedürfe nur an einigen wenigen Stellen der Ausbesserung.

In den Mittelpunkt stellte Nixon die Friedensfrage. Von der Konfrontation habe er die Politik zu einer Kooperation mit den kommunistischen Mächten geführt. Einen baldigen Frieden in Vietnam stellte er aber nicht in Aussicht.