• Naher Osten

Der israelische Verteidigungsminister Dayan behauptet – so meldeten verschiedene israelische Zeitungen in der vergangenen Woche –, daß Jordanien zu einem Separatfrieden mit dem westlichen Nachbarn bereit sei. Ein Anhaltspunkt dafür sei Ammans geänderte Haltung in der Ost- Jerusalem-Frage. König Hussein veröffentlichte zwar sofort ein Dementi, indem er seine Föderationspläne noch einmal vorbrachte – darin wird auch die Rückgabe des Gaza-Streifens gefordert –‚ gebrauchte aber die abschwächende Formel, er „glaube nicht“, daß es zu einem Separatfrieden kommen werde.

Der ägyptische Außenminister Ghaleb wird im September bei Besuchen in London, Brüssel, Rom und Madrid den ägyptischen Standpunkt darlegen. Der englische Guardian will erfahren haben, daß sich Kairo bei dieser Gelegenheit um Waffenkäufe bemühen werde. Moskau warnte Ägypten nachdrücklich: Eine Verständigung mit den USA sei nicht nur illusorisch, sondern für die arabischen Belange äußerst verhängnisvoll.

  • Vietnam

An allen Fronten – im Norden vor Quang Tri, bei Da Nang, im Que-Son-Tal und vor Saigon – haben die nordvietnamesischen Verbände ihren Druck aufrechterhalten oder verstärkt. Amerikanische Bomber flogen schwere Angriffe auf Nordvietnam bis zur Nähe der chinesischen Grenze und griffen erstmals bei Hanoi Kasernen und Ausbildungslager an. Zwischen dem 10. und 17. August, so behauptet Hanoi, seien dabei 199mal Deiche bombardiert worden.

Am Dienstag vergangener Woche haben US-Flugzeuge ein Boot – angeblich ein chinesisches Rettungsboot – vor der Küste Nordvietnams versenkt. Peking protestierte gegen diese „schwere Provokation“. Am Sonntag stießen vier amerikanische Kriegsschiffe in den Golf von Tonking vor und versenkten zwei Torpedoboote. Sie sollen dabei den Minengürtel nicht durchbrochen haben (ob es den Torpedobooten gelungen ist, wurde nicht bekannt); dagegen hat offenbar ein chinesischer Minenräumer die Sperre passiert: Das Boot liegt nach amerikanischen Angaben seit einer Woche in Haiphong.

  • Pakistan