Annehmbar:

„Blutroter Morgen“, von Douglas Hickox. Der britische Star Oliver Reed als hartgesottener Gangster, der aus dem Gefängnis ausbricht, um seine Frau umzubringen, die ihn hintergangen hat. Ein vor allem zu Beginn rasant gemachter, sehr brutaler Thriller; die prätentiös schicke Photographie steht aber oft in keiner Funktion zur Handlung. HKP

„Drei auf der Flucht“, von Philippe de Broca. „The Concert for Bangladesh“, von Saul Swimmer.

Fragwürdig:

„Milano Kaliber 9“, von Fernando di Leo. Brutaler italienischer Konsumkrimi über eine Gangsterfehde in Mailand. Trotz der hervorragenden Besetzung erlahmt jedoch das Interesse an der unübersichtlichen Story rasch. Di Leos Regie erschöpft sich in vordergründigen Effekten, die oft mit irritierender Holprigkeit serviert werden. HCB

„Die Degenerierten“, von Gian Luigi Polidoro. Während Maestro Federico Fellini noch über sein altrömisches Sittengemälde „Satyricon“ nachdachte, ließ der Produzent Alfredo Bini den Regisseur Polidoro dieselbe Vorlage, das satirische Romanfragment des Nero-Zeitgenossen Titus Petronius Arbiter, als einen derben Trivialspaß verfilmen. Doch reichten Polidoros Fähigkeiten nur zu einem seichten Schwank. Statt Spaß produzierte er Langeweile.

HKP