Am Samstag vergangener Woche um 16.36 Uhr eröffnete Bundespräsident Heinemann die 20. Olympischen Spiele in München. Die Eröffnungsfeier im mit 80 000 Menschen vollbesetzten Olympiastadion fand in der ganzen Welt nahezu uneingeschränktes Lob. Das zweieinhalbstündige Schauspiel verfolgten schätzungsweise 800 Millionen Menschen in etwa 90 Ländern über Hörfunk und Fernsehen.

Unter den Klängen von Volksmusik im verpopten Marschrhythmus marschierten die 122 Mannschaften ins Stadion ein. Danach entboten 3200 Münchner Schulkinder zu Musik von Carl Orff den Sportlern den „Gruß der Jugend“.

Willi Daume, Präsident des Organisationskomitees, hieß die Gäste aus aller Welt willkommen. Er hoffe, daß die Spiele Fröhlichkeit, großen Sport und Spannung bringen würden und „vielleicht dann und wann Rührung und Würde“.

Der scheidende IOC-Präsident Brundage lobte in seiner deutsch gehaltenen Rede die Veranstalter für ihren Einsatz und sagte: „Mögen alle Sportler im olympischen Geist und in sportlicher Fairneß Leistungen vollbringen, die sie mit Stolz erfüllen.“

Am Sonntag begannen dann die Wettkämpfe. Die erste Goldmedaille gewann der Schwede Ragnar Shanaker im freien Pistolenschießen.