Von Gunhild Freese

Das jüngste Kind des Hamburger Zeitschriftenkonzerns Heinrich Bauer gibt es umsonst. Düsseldorfer Leser von Quick, Neue Revue, TV Hören und Sehen, Fernsehwoche, Das Neue Blatt, Neue Post und Wochenend fanden in der neuesten Ausgabe ihres bunten Blattes ein Beiheft – 16 Seiten stark, DIN-A4-Format und bunt: die Stadt-Illustrierte düsseldorf (Druckauflage 195 000).

In dem schmalen City-Beiheft erfährt der Leser „Wo Sie in Düsseldorf noch billig wohnen können“, „Warum die Düsseldorferin die begehrteste Frau ist“ und „Alles über Wochenmärkte“. Und er tut einen Blick in die rheinische Unterwelt: „Der heimliche König der Altstadt packt aus.“

Ende September können auch Münchner und Kölner Bauer-Kunden allwöchentlich mehr über ihre Stadt erfahren. Und Ende Oktober macht der Illustrierten-Verleger seine „Big Five“ (Anzeigentext) voll: Dann erscheinen die City-Magazine in Hamburg und Frankfurt. Die Gesamtauflage der Stadt-Illustrierten wird dann 1,4 Millionen sein.

Doch was Bauer-Manager als „absolute Bereicherung der regionalen Presse“ (so Anzeigenleiter Konrad Wiederholz in der Hamburger Konzernzentrale) feiern, stößt auf den erbitterten Widerstand der regionalen Konkurrenz. Die örtliche Tagespresse – in der Frankfurter Regionalpresse e. V. vereint – befürchtet nämlich einen Einbruch in ihre bislang unumstrittene Pfründe: die lokalen und regionalen Anzeigen.