Nur noch in Englisch

Der Capital Growth Fund hatte 1967 mit aggressiver Werbung einige Millionen Dollar von deutschen Anlegern erhalten. Er ließ diese Anleger zum Teil sogar gegen Kursverluste versichern, zahlte später aber der Versicherung die Prämien nicht, so daß dieser Schutz hinfällig wurde. Heute sind die Anteile nur noch einen Dollar wert. Ein Markt existiert nicht, was begreiflicherweise bei den Anlegern den Wunsch wachruft, mit der Gesellschaft in Verbindung zu treten. Aber alle europäischen Büros sind geschlossen. In Costa Rica gibt es eine Aktiengesellschaft mit dem Namen Capital Growth Fund S. A., in die der Capital Growth Fund und der Capital Growth Estate Fund eingebracht worden sind. Wer aber etwas von der Gesellschaft will, soll sich nach einer Mitteilung aus Costa Rica an eine Adresse in Beirut wenden. Die Korrespondenz muß, so wird gefordert, aus wirtschaftlichen Gründen in Englisch oder Spanisch geführt werden.

Seebag zu 300 angeboten

Eine schlechte Anlage war bislang der Erwerb der Aktien der Seebag, Seeschiffahrtsbeteiligungs-AG, Hamburg, die im vergangenen Jahr über acht Millionen Kapital zum Preis von 337,50 Mark für die 300-Mark-Aktie zur freien Zeichnung angeboten hatte. Aber nur knapp 0,9 Millionen Mark konnten placiert werden. Mit dieser Kapitalausstattung – so wurde auf der Hauptversammlung erklärt – könne die Gesellschaft nicht rentabel arbeiten. Deshalb wird überlegt, ob man eine Kapitalerhöhung machen oder die Gesellschaft in eine kostengünstigere GmbH umwandeln solle. Da eine neue Kapitalwerbung geringen Erfolg verspricht, dürfte nur der Weg in die GmbH übrigbleiben, worunter die Fungibilität der Anlage erheblich leiden würde. Das scheint auch der Grund zu sein, warum Seebag-Aktien auch zu 300 Mark nicht mehr verkäuflich sind.

Dollarbonds mit Sicherheit

Kmart, eine große australische Kaufhauskette, bietet zur Zeit eine 22,5-Millionen-Dollar-Anleihe mit einem Zinssatz von 7,75 Prozent an. Zinszahlungen unnd Tilgungen werden von den beiden Muttergesellschaften S. S. Kresge (eine der größten Supermarktketten in den USA) und G. J. Coles & Coy Ltd. of Australia (dittgrößtes Discountunternehmen Australiens) garantiert. Mit dem Geld sollen acht neue Supermärkte errichtet werden. Bis 1984 handelt es sich um eine normale Anleihe. Dann können die Anleihebesitzer entscheiden, ob sie „weitermachen“ wollen. Stimmen mehr als 50 Prozent dafür, läuft die Anleihe bis zum Jahr 2002. Die Anteile der 1984 Ausscheidenden müssen von den anderen übernommen werden. Auch danach sind laufende Rückzahlungen möglich. Wer jedoch bis zum Ende ausharrt, kommt in den Genuß des anteilmäßigen Mitbesitzes an sämtlichen Immobilien, die dann veräußert werden müssen. Darin liegt eine erhebliche Gewinnchance, die unter normalen Umständen groß genug sein sollte, um die Inflationsfolgen sowie das Dollarrisiko abzudecken. An der Placierung der Anleihe ist in der Bundesrepublik die Vereinsbank in Hamburg beteiligt.

Vorsicht bei Wertpapier-Sparverträgen

Nach dem Spar-Prämiengesetz (§ 1, Abs. 5 u. 6) ist es nicht erlaubt, die Wertpapiere eines Wertpapier-Prämien-Sparvertrages innerhalb der Festlegungsfrist (je nach Vertragstyp sechs oder sieben Jahre) zu verkaufen, ohne die staatliche Prämie zurückzugeben. Die einzige Flexibilität besteht in der Möglichkeit, vom Kontensparen überzuwechseln in einen Wertpapier- oder Bausparvertrag. Nachher kann nicht mehr prämienunschädlich gewechselt werden.