Hervorragend:

„Lichter der Großstadt“, von Charles Chaplin. „Der Pate“, von Francis Ford Coppola. „Frenzy“, von Alfred Hitchcock.

Im Fernsehen: „Die Bestie“ (USA 1956), von Fritz Lang (Hessen III 12. Oktober). „M“ in Amerika. In seinem vorletzten Hollywoodfilm erzählt Lang die Geschichte eines kranken Mörders, der von drei rivalisierenden Zeitungsreportern gejagt wird. Lang selbst schätzt die kühl konstruierte Fabel als seinen besten amerikanischen Film neben „Fury“; Jean Domarchi hat ihn in den „Cahiers du Cinéma“ einen Essay über die Unmöglichkeit einer authentischen Moral unter den herrschenden Zuständen genannt. Dennoch siegt in dieser mit meisterhafter Ökonomie inszenierten Parabel aus dem Dickicht der Städte das sogenannte Gute. Mit frostigem Zynismus deklariert Lang einen idealistischen Fernsehmenschen zum Sieger der erbarmungslosen Menschenjagd. HCB

„J. D., der Killer“ (USA 1959), von Budd Boetticher (Bayern III 6. Oktober). „Nana“ (Frankreich 1926), von Jean Renoir (Hessen III 6. Oktober), „Der letzte Befehl“ (USA 1959), von John Ford (ZDF 7. Oktober). „Die Prinzessin Yang“ (Japan 1955), von Kenji Mizoguchi (Südwest III 7. Oktober). „Gilda“ (USA 1946), von Charles Vidor (West III 7. Oktober). „Der Untergang des Hauses Usher“ (Frankreich 1927), von Jean Epstein (Bayern III 8. Oktober). „Sein oder Nichtsein“ (USA 1942), von Ernst Lubitsch (West III 8. Oktober).

Sehenswert:

„Is’ was, Doc?“, von Peter Bogdanovich. „Die bitteren Tränen der Petra von Kant“, von Rainer Werner Fassbinder. „Cabaret“, von Bob Fosse. „Junior Bonner“, von Sam Peckinpah (siehe Seite 24). „Musketier mit Hieb und Stich“, von Jean-Paul Rappeneau.

Im Fernsehen: „Rekonstruktion“ (Griechenland 1970), von Theodor Angelopoulos (ZDF9. Oktober). In der verarmten Provinz Epiros ist ein aus der Bundesrepublik heimkehrender Gastarbeiter von seiner Frau und ihrem Liebhaber getötet worden. Angelopoulos rekonstruiert die polizeiliche Untersuchung dieses authentischen Falles, deckt aber über psychologische Motive hinaus den Verfall der sozialen Ordnung als Ursache des Verbrechens auf. Das Soziogramm eines griechischen Dorfes, in langen Einstellungen ausgeschrieben, Hinweis auf eine Gesellschaft, die im Interesse weniger zerstört wird, und auf Griechenland als Teil der Dritten Welt. WOR