Hervorragend:

„Shanghai Express“ von Josef Sternberg.

Im Fernsehen: „Zwei Mädchen aus Wales und die Liebe zum Kontinent“ (Frankreich 1971) von François Truffaut (ARD 11. Februar). Jules und Jim, zehn Jahre danach: In Truffauts elftem Film spielt Jean-Pierre Léaud die Rolle des Schriftstellers Claude Roc alias Henri Pierre Roche, der in seinem zweiten und letzten Buch „Les deux anglaises et le continent“ die Genesis von „Jules und Jim“ erzählt hat. Ganz kühl und konzentriert demonstriert der Regisseur in seinem nach eigener Einschätzung „wahrscheinlich ernstesten Film“ die Distanz zwischen den beiden Geschichten, den Unterschied von romantischer Fiktion und bitterer Biographie. Es ist ein sehr schöner, sehr trauriger Film über die Fragilität von Emotionen, über den langsamen Tod einer Liebe. HCB

„Die Nacht des Jägers“ (USA 1955) von Charles Laughton (Bayern III 9. Februar). „Kuhle Wampe oder Wem gehört die Welt“ (Deutschland 1931/32) von Slatan Dudow (West III 11. Februar). „Das Salz der Erde“ (USA 1953) von Herbert J. Biberman (Bayern III 14. Februar). „Gastfreundschaft“ (USA 1923) von Buster leaton (West III 14. Februar).

Sehenswert:

„Der Dritte“ von Egon Günther. Die Geschichte einer Frau von fünfunddreißig, die nach zwei unglücklichen Erlebnissen die Wahl ihres dritten Partners nicht mehr dem Zufall überlassen will: Im Zeitalter des Computers, der auch ihr Arbeitsgebiet ist, erscheint ihr die überkommene Rollenverteilung von Mann und Frau doppelt absurd. Günther bedient sich mit Geschick der etwas altmodischen Rückblendentechnik und hat weniger Glück bei dem Versuch, die Postulate des sozialistischen Realismus mit den Ansprüchen des internationalen Konsumkinos in Einklang zu bringen. Der Film, vor Jahresfrist in der DDR entstanden, läuft in unabhängigen Kinos. EKP

„Der Chef“ von Jean-Pierre Melville. „Hollywood“ von Paul Morrissey. „Was?“ von Roman Polanski (siehe Seite 14). „Bill McKay – Der Kandidat“ von Michael Ritchie. „Nachtschatten“ von Niklaus Schilling. „Das falsche Gewicht“ von Bernhard Wicki.